Presse
Pressemitteilung vom 11.07.2010

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Pappe, Plastik, Papier? –
Der RCDS Rostock fordert einen funktionaleren
Studentenausweis
In den Geldbörsen der meisten Studenten aus Rostock herrscht Chaos. Wer an der Universität
Rostock immatrikuliert ist, benötigt bis zu vier Plastikkarten, um den Unialltag zu meistern.
Da wäre zum einen der Bibliotheksausweis, dann die Kopierkarte, eine Zugangskarte für die
PC-Pools und letztendlich die Mensacard, die zwar nicht Pflicht, aber dennoch sehr beliebt
ist.
Hinzu kommen der Studentenausweis und das Semesterticket. Diese besitzen ein Format, das jedes Portemonnaie restlos überfordert. Da bleibt nur noch das Scheinfach, welches dem
dünnen Papier enormen Schaden zufügt und ihm ein abgenutztes Aussehen verleiht.
Außerdem darf das Semesterticket laut der RSAG nicht auf die Rückseite des Ausweises
geklebt werden und stellt die Studenten vor die Herausforderung, Ausweis und Ticket immer
gemeinsam parat zu haben. Eine Laminierung ist ebenfalls verboten und leider lassen sich
auch keine Schutzhüllen für das unfunktionale Duo finden, sodass schon manche
Klarsichtfolie der Schere zum Opfer fiel.
Viele Studenten empfinden diesen Zustand als unnötige Belastung, weshalb sich der RCDS
Rostock aktuell für ein besseres Konzept einsetzt.
Eine mögliche Lösung wäre ein Studienausweis in Form einer Chipkarte, die die Funktionen
des Bibliotheksausweises, der Kopierkarte, der Zugangskarte, des Semestertickets und der
Mensacard vereint. An den meisten Universitäten in Deutschland wurde dieses Konzept
bereits umgesetzt. Weitere Vorteile wären die Entlastung des Verwaltungsapparats der
Universität, ein effizienterer Umgang mit den Materialien und Kosteneinsparungen bei den
Portokosten, die regelmäßig anfallen, wenn die Stammdatenblätter am Semesteranfang an die
Studenten verschickt werden.
Ein Lichtbild auf der Chipkarte könnte zudem Missbrauch vorbeugen, somit wären die
sensiblen Daten auf der Chipkarte geschützt und nicht mehr für jeden erschließbar.
„Zur Zeit fallen Kosten für insgesamt vier Kartensysteme an, diese könnte man durch die
Zentrierung auf eine Chipkarte einsparen. Auch das Studentenwerk könnte sich an dem
Projekt beteiligen, da die Mensacard und Verwaltungskosten eingespart würden. Insgesamt
sind wir zuversichtlich, dass realistische Rahmenbedingungen für die Veränderung des
Systems und somit der Entlastung der Studenten gegeben sind“, so Martin Lau, der sich als
Vorsitzender des RCDS Rostock derzeit intensiv mit dem potenziellen System
auseinandersetzt.
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