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Presse
Pressemitteilung vom
18.08.2011

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RCDS
und JU lehnen Erhöhung der Aufwandsentschädigung für den Asta ab
In einer gemeinsamen
Erklärung lehnen der Ring Christlich Demokratischer Studenten und die
Junge Union die am 17. August 2011 beschlossene Erhöhung der
Aufwandsentschädigung für Astareferenten ab.
Zwar soll es mit der Begründung des Sparzwangs künftig weniger Referate
im Asta der Universität Rostock geben. Doch werden die hierfür
eingesparten Gelder nicht nur für die Erhöhung der
Aufwandsentschädigung komplett wieder ausgegeben, am Ende bezahlen die
Studenten sogar mehrere tausend Euro mehr im Jahr. Damit wird über ein
Viertel des gesamten Haushalts der Studierendenschaft, der sich
jährlich auf fast 200.000 Euro beläuft für Personalkosten und die
Selbstverwaltung verwendet. Anstelle des Versuchs die Arbeitsabläufe
durch den Abbau von Bürokratie zu vereinfachen, wird das kostbare und
dringend für andere Projekte benötigte Geld der Studenten weiter auf
mitunter nicht nachvollziehbare Art und Weise verschwendet.
„Im letzten
Dezember musste der Beitrag für die Studierendenschaft um 40% von 5 auf
7 € erhöht werden, da es die zuständigen Personen im Asta nicht
verstanden, gesetzestreu Sozialabgaben für die Referatsstellen
abzuführen. Durch die Erhöhung des Beitrags konnte ein finanzielles
Fiasko zwar gerade noch abgewendet werden, doch anstatt den Beitrag,
wie bei der Verabschiedung des Beschlusses angekündigt, wieder
zurückzufahren, wird die Linie des unbedachten Geldausgebens weiter
fortgeführt. Für den RCDS ist dieser Zustand unhaltbar und für jeden
Studenten der Uni Rostock ein Schlag ins Gesicht“, wie der
Gruppenvorsitzende des RCDS Rostock Martin Lau feststellen muss.
Der
vom Astavorsitzenden Christian Bernsten in diesem Zusammenhang
verwendete Begriff „Gehaltserhöhung“ lässt sich mit der sonst
gebräuchlichen Vorstellung eines Ehrenamtes nicht ansatzweise in
Verbindung bringen. Zudem konnten nicht alle Referenten des Asta bei
den Monatsberichten vor dem StuRa den Beweis erbringen, monatlich die
besagten „60 bis 75 Stunden“ Mehraufwand im Monat tatsächlich auch zu
leisten.
„Ein Ehrenamt lässt sich nicht mit einem Stundenlohn bemessen.
In der Hansestadt Rostock wird an vielen Stellen ehrenamtliche Arbeit
geleistet, die keinerlei finanzielle Vergütung erfährt. Viele
Mitglieder der Jungen Union sind in verschiedenen Ortsbeiräten tätig
und erhalten hierfür ebenfalls lediglich 20€ im Monat. Ein
Rettungsschwimmer des DLRG steht 10 Stunden am Tag für gerade einmal
20€ am Strand und sorgt für die Sicherheit der Badegäste. Die
ehrenamtliche Arbeit der Referenten des Asta darf keine Möglichkeit
darstellen, sein Studium künstlich zu verlängern oder es zu
finanzieren. Hierzu bieten zahlreiche Studentenjobs in der Hansestadt
Gelegenheit“, pflichtet Patrick Tempel, Kreisvorsitzender der JU
Rostock dem Vorsitzenden des RCDS bei.
Dass die Erhöhung der
Aufwandsentschädigung von 160€ auf 260€ auf der StuRa-Sitzung vom
17.8.2011 zudem noch ohne Zweidrittelmehrheit beschlossen wurde, stellt
des Weiteren keinen klugen Schachzug der Verantwortlichen dar. Für eine
Entscheidung dieser Tragweite, die die Finanzen jedes immatrikulierten
Studenten an der Uni Rostock betrifft, hätte es ein klares Votum
gebraucht und keines mit einfacher Mehrheit auf einer äußerst gering
frequentierten Sitzung in den Semesterferien. Für die ohnehin
schwierige Außenwahrnehmung der studentischen Gremien wird diese
Entscheidung ebenfalls nicht förderlich sein, so sind sich die
Mitglieder der JU und des RCDS vollends einig.
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